Dobar dan iz Beograda!

Die BESTE Entscheidung die ich treffen konnte

 

war es mit Sicherheit hier nach Belgrad zu kommen.

Abgesehen davon, dass ich 1 Stunde in dem Bus verbracht habe, der die Passagiere zur Startbahn bringt und uns im Flieger mitgeteilt wurde, dass die Maschine Verspätung aufgrund technischer Gebrechen hat, war die Anreise relativ entspannt.

Die anschließende kleine Besichtigung der wichtigsten Straßen und Lokale war wirklich sehr schön zum Entspannen und Runterkommen nach der Anreise.

Da der Hunger auch nicht lange auf sich warten ließ, habe ich Belgrad schon nach ein paar Minuten geliebt. Überall tolles Essen, mit gaaaanz viel Fleisch und regionalen Grillspezialitäten mit musikalischer Begleitung, was hier ganz normal ist.

 

Mein Appartement ist ca 100m Luftlinie entfernt zu den bekanntesten Boulevard Straßen, Einkaufsmeilen und einem Meer an Bars und Restaurants.

Das Gewerkschaftsgebäude war dann am Montag das erste Ziel  und der Besuch durch alle Stockwerke bzw. Abteilungen.

In die Arbeit wurde ich sofort eingebunden und durfte gleich zu einem Termin bei einem Uni.Prof.  der den Schwerpunkt Arbeitsrecht als Dozent hat, und der vor allem für die Gewerkschaften vor Ort oft rechtlicher Beistand ist und als Experte herangezogen wird.

Das Thema war ein berühmter italienischer Schuhproduzent, der an seinen Sohlen Löcher für die Klimatisierung hat (auf YouTube gibt es bereits einen Dokumentarfilm der Clean Clothes Kampagne die hier vor Ort berichtet haben).

Zum Abschluss des Tages wurde es ein bisschen deutsch, wir waren bei den Kollegen des Southeast Büros der Rosa Luxemburg Stiftung, deren Büroleiter auch Krunoslav heißt und ursprünglich aus Bielefeld ist 😉

 

Themen waren zukünftige Seminare für die Kolleginnen und Kollegen in Serbien und der ERSTE MAI.

Damit mir nicht langweilig wird habe ich gefühlter Weise ungefähr 1000 Bücher bekommen, die die Rosa-Luxemburg Stiftung hier in Serbien publiziert hat, mit Themen die uns als ArbeitnehmervertreterInnen täglich beschäftigen.

Was vielleicht untergegangen ist nach meinem Eingangsstatement, wieso ich so froh hier zu sein ist, dass die Kolleginnen hier jeden Tag aufs NEUE kämpfen damit sie Dinge und Sachen bekommen die für uns lächerlich sind. Aber das Engagement hier ist imponierend und faszinierend und vor allem wenn man bedenkt welch´ beschränkte Mittel und Ressourcen sie doch hier haben.

Abschließend noch ein Satz den ich lustig aber auch traurig gefunden hab in Bezug auf die politische Situation vor Ort hier: „Jeder Staat hat irgendwo eine Maffia, hier hat die Maffia einen Staat“

 

Ein Gedanke zu „Dobar dan iz Beograda!

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