Hoi aus der Switz

Nach 9 Stunden im Auto , bin ich am Sonntag Abend gut in der Schweiz angekommen. Ich wohne in Speicher, einem sehr ländlichen Ort nähe St. Gallen. Ins Büro fahre ich jeden Tag, ca. 20 Minuten pro Strecke mit der Appenzellerbahn.

Ankunft im Büro

Am Montag in der Früh begann mein Arbeitstag um 08:00 in der Geschäftsstelle der Unia in St. Gallen. Der erste Blick in das Gebäude war schon spannend, hier teilt sich die Unia , gemeinsam mit der Arbeitslosenkassa ,der paritätischen Kommission und ganz normalen WohnungsbesitzerInnen ein Wohnhaus. Die Büros sind in Wohnungen aufgeteilt. Mein direkter Ansprechpartner ist der Didi, Sekretär im Bereich Industrie, mit dem ich auch die kommende Zeit unterwegs sein werde.

Am Vormittag wurde ich durchs Haus geführt,  um alle Kolleginnen kennenzulernen.

Der Nachmittag hatte schon einen Außendienst am Programm – Schalterdienst in Wil. Das „Schaltersystem“ bedeutet, dass in Ortschaften / Regionen , die einen längeren Weg zu einer Regionalstelle haben, solche „Schalter“ (kleine Büros- meist eingemietet) eingerichtet sind, wo einmal die Woche ein/e Sekretär/in für eine gewisse Zeit anwesend ist um die Probleme der Mitglieder entgegen nehmen zu können. Ein super Mitgliederservice – das sehr gut angenommen wird. Den Schalter in Wil besetzten wir bis 18:00. Hauptanliegen der Mitglieder waren Steuererklärungen. Die Unia nimmt den Mitgliedern den organisatorischen Ablauf der Steuererklärung für 30 Fr. ab und die Mitglieder können dann die fertigen Unterlagen abholen. Nach 10 Stunden war auch mein Arbeitstag zu Ende, in der Schweiz sind 40 – 45 Stunden pro Woche normal.

Dienstag

Der heutige Tag begann mit einer Teamsitzung, an der alle SekretärInnen aus St. Gallen teilnahmen. Neben dem Tagesgeschäft hatten wir 2 große Themen. Die Region Ostschweiz-Graubünden, bestehend aus 4 Ortsteilen wird auf 2 Ortsteile zusammengelegt. Dies stellt sowohl organisatorische als auch technische Herausforderungen. Zweiter großer Punkt ist die Mitgliederwerbung. Da die Region personell sehr unterbesetzt ist, haben die SekretärInnen hier enormen Druck was Mitgliederwerbung betrifft.

Anschließend war eine sogenannte „KMB“ Sitzung. Hier kommen alle SektionsleiterInnen , SektionssekretärInnen, die Leitung der Rechtsabteilung und die Leitung des BackOffice zusammen. Auch hier wurden die oben genannten Themen intensiv besprochen. Am Nachmittag habe ich nun Zeit mich mit den Strukturen, Arbeitsrecht, Gesamtarbeitsvertrag (Kollektivvertrag) etc vertraut zu machen. Das Arbeitsrecht hier ist schockierend. Aber dazu mal in einem extra Blog.

Die restliche Woche wird noch sehr spannend. Morgen besuchen wir am Vormittag eine Firma und deren Betriebskommission( Betriebsrat) und am Nachmittag beginnt die Mitgliederwerbung, die auch den ganzen Donnerstag sein wird. Am Freitag werde ich nach Bern zu einer Branchenkonferenz der MEM ( Maschinen- Elektro- und Metall – Industrie) fahren.

Ich bin gespannt 😉

 

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