Kämpferische Jugend – kämpferische Pflege

Letzten Samstag durfte ich gemeinsam mit Darius, der bei der Unia St Gallen unter anderem auch für Jugendangelegenheiten zuständig ist, an der Nationalen Konferenz der Unia Jugend, die in St Gallen statt fand teilnehmen. Ich hatte viele gute Gespräche, die nationale Jugendsekretärin Lena stellte mir die Unia Jugend vor und wir verglichen die Strukturen. Da die Schweiz 3-sprachig ist und auch hier KollegInnen aus dem Italienischen Teil dabei waren, wurde während der Konferenz übersetzt. Trotz teilweiser sprachlicher Hürden wurde auch nebenbei viel diskutiert. Neben dem organisatorischen Teil ( Wahlen, Berichte etc.) stand ein Thema im Mittelpunkt. Praktika In der Schweiz ist es möglich und mittlerweile auch gerne praktiziert, dass nach der Schulausbildung , aber noch vor der Lehrausbildung ein Praktikum (teilweise über Monate) verlangt wird. Hier fordert die Unia Jugend die Politik auf, diesen Missstand zu beheben. Nach einem Beschluss für eine nationale Kampagne folgte auch gleich eine Straßenaktion.

Mein persönlicher Höhepunkt an diesem Tag war der Besuch des Solidaritätshaus in St. Gallen. Hier bekommen geflüchtete Menschen verschiedenste Angebote. Kurse wie Haushaltskurse, Nähkurse, Kochkurse stehen neben gemeinsamen Singen oder Deutschunterricht am Programm. Geführt wird das Haus von Freiwilligen, unterstützt von Zivildienern. Uns wurde das Haus vorgestellt, anschließend bekamen wir Spezialitäten und Köstlichkeiten aus dem Irak – von den Freunden selbst gekocht. Am Bild mit Darius und Lena vor dem Haus.

Sonntag stand wieder – gemeinsam mit dem Klaus ein Städtetrip an. Diesmal Thun und Bern. Schöner Ausgleich zum gewerkschaftlichen Alltag.

Diese Woche steht ganz im Zeichen der Pflege. In der Schweiz gibt es für die Beschäftigten im Gesundheits und Pflegewesen kaum bis gar keine Gesamtarbeitsverträge. In der Unia versucht man jetzt in dieser Branche mehr zu erreichen. Um die Situation der Kolleginnen besser einschätzen zu können, sind wir mit einer Umfrage und Infomaterialien in den Altenheimen, Spitälern, Betreuungseinrichtungen usw. unterwegs. Begleitet werden wir von Mitgliedern ohne Funktionen (heute von Iris), die sich für diese Aktionswoche sogar Urlaub genommen haben, sehr lobenswert!

 

 

2 Gedanken zu „Kämpferische Jugend – kämpferische Pflege

  1. Hoi Markus! Schön, deine Bekanntschaft gemacht zu haben! Für mich als politische und gewerkschaftliche Aktivistin war es zudem äußert interessant, über die arbeitsrechtlichen Strukturen und Unterschiede zwischen der Schweiz, Deutschland und Österreich diskutieren zu können!
    Viel Erfolg dir bei deiner weiteren Ausbildung!

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