Tag 4 – Mani in prison…

Heute hatte ich eine schwierige Situation zu bewältigen. Ihr erinnert euch, dass dieses Haus zumindest von innen riesig ist? (→ Siehe Tag 2) Ja… ich habe mich verlaufen, aber nicht nur das. 20 Minuten verbrachte ich im Treppenhaus, weil ich mich selbst eingesperrt hatte. Oh ja wirklich! Ohne einen Schlüssel mit Code kommt man nicht in die IF-Metall, nicht mal von Tür zu Tür. Was ich mit Schlüssel meine, ist ein Anhänger der so funktioniert wie eine Zugangskarte. Die Schweden nennen ihn liebevoll „Plub“. Warum, frag ihr euch? Ja weil er eben Plub macht.

Meines Wissens nach gibt es fünf Treppenhäuser. Wie ihr wisst, sieht hier alles gleich aus und somit landete ich im falschen Treppenhaus. Ja, ich kam weder zurück noch vorwärts. Nach einiger Zeit dachte ich mir ich könnte mir dem Lift in ein anderes Stockwerk und von dort wieder in ein anderes Treppenhaus. Falsch gedacht, im Lift benötigt man ebenfalls diesen Plub mit Code. Echt anstrengend, wenn man nur in einem Treppenhaus Zugang hat. Leider hatte mein Betreuer einen Termin in der Werkstatt. Irgendwann kam meine Rettung und ich konnte mich wieder an die Arbeit machen.

youth and so on….

Hier in Schweden gibt es keine Jugendsekretäre wie wir sie in Österreich kennen. Erik (35) hat viele verschiedene Aufgaben, wie politisch aktiv zu sein (ich weiß noch nicht genau was seine Aufgaben sind, da hier jeder politische Arbeit leisten muss), administrative Tätigkeiten zu verrichten und einen Teil der schwedischen Jugend zu organisieren. Weiteres habe ich herausgefunden, dass es fünf gewählte „ich nenne sie Funktionäre“ in der Jugend für Schweden gibt und Erik ist für die organisatorischen Dinge zuständig. Erik wurde ebenfalls gewählt. Diese Jugendbereiche gibt es erst seit 6 Jahren, da bei einem Kongress beschlossen wurde, mehr für die Jugend zu tun.

Das eigentliche Jugendsystem habe ich noch nicht ganz durchschaut, für Erik ist es auch nicht so leicht zu erklären. Ich arbeite daran. Momentan muss ich alles über unser System aufzeichnen, da die ganze Mannschaft sehr daran interessiert ist. Ich glaube ich habe heute mehr Englisch gesprochen als mein ganzes Leben lang. Meeting über Meeting… oh, und habe ich schon das Meeting erwähnt. Echt anstrengend, wenn man den ganzen Tag übersetzen muss.

Einkaufen, kucken und essen. Ich kann das hier niemals vergessen…

Nach der Arbeit ging ich zu „ICA“ → ein Supermarkt und tätigte einen Großeinkauf. Jetzt habe ich viele Lebensmittel, wo ich keine Ahnung habe, was genau das sein soll.  Am meisten schockiert hat mich die Dauer meines Einkaufes…. 1 Stunde! Und an der Kassa staunte ich nicht schlecht, als ich nur 470 Kronen bezahlte! (ca. €47,-).

April, April er tut was er will…

Hier in Schweden herrscht echtes Aprilwetter. In der Früh regen, zu Mittag besuchte uns der Schnee und am Abend lachte die Sonne. Meine Nachbarin (→ Siehe Tag 1) teilt mit mir die Meinung, dass dies definitiv nicht normal ist. Ich hoffe, am 1. Mai ist der liebe Wettergott auf unserer Seite. 

God natt, Mani

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