Tag der Arbeit im Kanton Bern wirklich „Ein Tag wo gearbeitet wird“

Wir schreiben den 1.Mai 2017 und ich mache mich frühmorgens auf den Weg zur Zentrale des SEV um die Materialen für den Maiaufmarsch abzuholen. Auf dem Weg dorthin beobachtete ich mit Erstaunen das rege Treiben auf den Strassen, Geschäfte, Büros,alles schien zu arbeiten und das am 1.Mai…. ja es war tatsächlich so.Im Kanton Bern ist der 1.Mai ein ganz normaler Arbeitstag. Nicht überall in der Schweiz, es ist von Kanton zu Kanton verschieden. Das Wetter war saumäßig aber Regen und Kälte zum Trotz gab es um 11:00 Uhr die „Besammlung“ (da staunt ihr über mein Schwyzerdütsch) zum Maiaufmarsch der durch die Berner Altstadt zum Bundesplatz führte wo es die offiziellen Kundgebungen stattfanden. Ca. 200 Gewerkschafter und autonome Gruppen nahmen am Marsch teil. Im Gegensatz zu den Maikundgebungen meiner Kolleginnen in vielen europäischen Städten lief es hier sehr ruhig ab.Hier wurde am Bundesplatz gemeinsam Risotto gegessen das man mit einem Maiabzeichen an der Brust gratis serviert bekommt. Wohl gibt  es auch in der Schweiz genug Probleme die den sozialen Frieden gefährden.

Politische Hauptthemen waren auf einer Seite die anstehende Pensionsreform (Altersvorsorge 2020) worüber es im September eine Volksabstimmung gibt, auf der anderen Seite Einsparungen bei der Post (Postamtsschließungen) und auch Probleme bei der Migration.

Nach den offiziellen Kundgebungen fand am Nachmittag der gesellschaftliche Teil statt bei der es bei zahlreichen Ständen Getränke und internationale Spezialitäten gab. Ein umfangreiches Musik und Showprogramm rundete den Tag ab.

Völlig durchnässt gings dann am späten Nachmittag zurück in meine Suite zum Umkleiden und dann auf den Bahnhof wo ich die internationalen Berichte meiner KollegInnen mittels vorhandenen WLAN lesen konnte.

 

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