Von 25.4 – 28.4 in Kirkenes

Gleich am Dienstagabend (noch an meinem ersten Tag bei Fagforbundet), haben wir uns  zu einem mehrtägigen Meeting in Krikenes aufgemacht. Krikenes ist eine Stadt im hohen Norden Norwegens nahe der russischen Grenze. Bereits um diese Jahreszeit wird es nicht mehr richtig Dunkel, selbst um Mitternacht ist es noch dämmrig und gegen 3 Uhr in der Früh ist es bereits wieder Taghell.

Die Hauptthemen dieser Veranstaltung waren Zentralisierung Privatisierung und Outsourcing im Spitalsbereich. Über 90% der norwegischen Spitäler sind in öffentlicher Hand, es gibt nur wenige Private non-profit Organisationen. Geht es jedoch nach der Regierung Norwegens die scheinbar eine sehr privatisierungs- und einsparungsfreudige Haltung hat, und diese in den letzten Jahren auch ausgiebig bewiesen hat, so soll auch dieser „Markt“ für private Investoren attraktiv gemacht werden und kleinere Spitäler geschlossen werden. Die Gewerkschaften fürchten sowohl um Arbeitsplatze und Arbeitsbedingungen als auch um die flächendeckende Qualität der Krankenversorgung. Norwegen ist ein sehr großes Land mit einer sehr niedrigen Bevölkerungsdichte (ca.5mio Einwohner auf ca. 390.000 km², Österreich hat hingegen nur 90.000km²). Demensprechend muss ein beinahe alles umfassendes Leistungsangebot in den Krankenhäusern an vielen Orten angeboten werden, da die Transportwege in die größeren Städte oftmals mehrere Stunden betragen.

Natürlich haben wir nach den Sitzungen, in unserer Freizeit, auch etwas von der Stadt gesehen. Neben der Besichtigung des neuen Krankenhauses das mit Ende des Jahres öffnen soll, haben wir uns eine Luftschutz Anlage aus dem zweiten Weltkrieg angesehen und gestern Abend waren wir auch „King-crab“ fischen.

Kirkenes war eine sehr spannende Erfahrung, ich bin schon gespannt was Norwegen noch alles für mich bereithält.

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